YEREVAN

Was weiß man schon von Yerevan, der Hauptstadt von Armenien, die noch immer irgendwie im Schatten des boomenden Baku und trendigen Tiflis liegt. Welches Adjektiv hingegen ließe sich mit Yerevan verbinden? Die Assoziationen vage postsowjetisch, grau und bröckelnder Beton, reichlich Löcher in den Straßen, türkischer Café auf Plastikstühlen, ein paar Gedanken noch an Völkermord und Kämpfe um Berg-Karabach. Wohl auch weil sie der Karikatur so … YEREVAN weiterlesen

STEPANAKERT

Es gibt nur einen Weg in dieses Land, und der ist recht beschwerlich. Die Grenzen zu den Nachbarstaaten sind noch immer kriegsbedingt geschlossen, den Flughafen hat man zwar renoviert, doch der Luftraum bleibt umstritten und der Landeanflug somit zu gefährlich. Wer nach Nagorno-Karabach will muss also die Schotterpiste nehmen. Mit gefühlten 100 km/h peitscht der Fahrer die Marshrutka durch’s Gebirge und auch wenn es in … STEPANAKERT weiterlesen

BATUMI

Der Kleinbus, der Marshrutka heißt, nähert sich von Norden. Wir kommen aus Svaneti, einer Bergregion im Norden, die noch so lange abgeschieden lag, bis Sakashvili hier Tourismus-Potenzial erkannte. Seither wird gebaut, die Strasse ausgebessert, Guesthouses im Wochentakt eröffnet. Und dennoch ist sie noch zu spüren, die selbstgenügsame Ruhe eines Lebens in den Tälern zwischen schneebedeckten Bergen, die nur im Sommer zu passieren sind. Von dort … BATUMI weiterlesen

RÜCKKEHR NACH TIFLIS

Sich dieser Stadt nicht aus der Luft zu nähern, sondern sie gewissermaßen zu er-fahren macht jedenfalls schnell deutlich: sie ist deutlich größer als man dachte und wenn man dachte, sie zu kennen, dann hat man sich getäuscht. Die Marshrutka hält im Süden, wo Plattenbauten und Behlefsbehausungen das Stadtbild dominieren, KFZ-Werkstätten und der in diesem Land so offenkundig unvermeidliche Einzelhandel für Heimwerkerbedarf. An Kundschaft kann es … RÜCKKEHR NACH TIFLIS weiterlesen

BAKU

Der vielzitierte inhärente Widerspruch, die vermeintlich offenkundige Diskrepanz zwischen dem ’neuen‘ und dem ‚alten‘ Baku fällt garnicht so sehr ins Auge, wie man es vielleicht vermutet – anhand von nicht viel mehr natürlich als der paar Bilder die im Rahmen des Eurovision- oder Formel-1-Grand Prix von hier nach Westeuropa dringen. Also vielfach Propaganda, auf der Tonspur unterlegt mit dem, was man für kritischen Journalismus halten … BAKU weiterlesen