BAHN AB BATUMI

Jemand (Stephan Wackwitz, Die vergessene Mitte der Welt) hat einmal über die erstaunlich kreative Architektur der Buswartehäuschen in Georgien geschrieben. Und seinem Bericht eine Anzahl Fotos beigegeben die belegen, dass sich in diesen kleinen Bauten tatsächlich jene Träume von der Zukunft spiegeln, die man – zumindest seit Red Plenty (Francis Spufford) wieder – mit der Sowjetunion der 50er verbindet. Wer jedoch, durch die Lektüre zweifelsohne … BAHN AB BATUMI weiterlesen

BATUMI

Der Kleinbus, der Marshrutka heißt, nähert sich von Norden. Wir kommen aus Svaneti, einer Bergregion im Norden, die noch so lange abgeschieden lag, bis Sakashvili hier Tourismus-Potenzial erkannte. Seither wird gebaut, die Strasse ausgebessert, Guesthouses im Wochentakt eröffnet. Und dennoch ist sie noch zu spüren, die selbstgenügsame Ruhe eines Lebens in den Tälern zwischen schneebedeckten Bergen, die nur im Sommer zu passieren sind. Von dort … BATUMI weiterlesen

RÜCKKEHR NACH TIFLIS

Sich dieser Stadt nicht aus der Luft zu nähern, sondern sie gewissermaßen zu er-fahren macht jedenfalls schnell deutlich: sie ist deutlich größer als man dachte und wenn man dachte, sie zu kennen, dann hat man sich getäuscht. Die Marshrutka hält im Süden, wo Plattenbauten und Behlefsbehausungen das Stadtbild dominieren, KFZ-Werkstätten und der in diesem Land so offenkundig unvermeidliche Einzelhandel für Heimwerkerbedarf. An Kundschaft kann es … RÜCKKEHR NACH TIFLIS weiterlesen

TSINANDALI

Es war zweifellos ein Europäer, der hier wohnte. Seine Familie stammte aus Kachetien im Osten von Georgien, doch geboren und zunächst auch aufgewachsen ist er in Sankt Petersburg, wo sein Vater Botschafter am Hof der Zaren war. Erst als der Erbauer dieses Anwesens schon 13 war kehrte die Familie heim – Russland hatte ihre Heimat annektiert, die Position des Botschafters war obsolet geworden. Zunächst opponierte … TSINANDALI weiterlesen

GEORGIEN

Geschichte und Geschichten, die sich überlagern. Herrscher und Beherrschte, die kommen und gehen, Leben und Menschen, die aufeinander folgen. Was bleibt sind die Landschaften, die Bauwerke und Monumente. Die als stumme Zeugen das Erinnern überdauern. Und manchmal nicht mal sie. Das ganze Land scheint mit den Ruinen eines vergangenen Imperiums gesprenkelt. Produktionshallen für Güter, die dem Kapitalismus obsolet erschienen. Brücken und Verkehrsverbindungen, die an den … GEORGIEN weiterlesen